Wenn Engel reisen, lacht der Himmel.
 Wenn Akrosgirls reisen, ....auch.

Bei strahlendem, blauen Himmel trafen sich am Sonntag 21 Akrogirls auf dem Parkplatz des ehemaligen Primas, um zur lange geplanten Wupperkanutour aufzubrechen.
Gegen 9.00 Uhr ging es los in Richtung Wanderparkplatz Burgholz, wo die Boote und das Wupperkanuteam darauf warteten, uns in die Geheimnisse der Fortbewegung zu Wasser einzuweihen.
Dort angekommen, wurden wir in unförmige Rettungswesten geschnürt und mit Paddeln bewaffnet. Unsere Rucksäcke verstauten wir in wasserfeste Säcken , bildeten 3-er Teams und suchten uns ein Boot aus.
Nun kam die erste sportliche Herausforderung!
Die Boote mussten vom „Arboretum“ zum Einstieg an der Teufelsbrücke im Solinger Friedenstal gebracht werden. Das bedeutet, jedes Team nimmt sein Boot auf und lenkt es (vorne war noch eine Radkonstruktion angebracht) so gut es geht über Weg, Stock, Stein und Brücke zum Einstieg. Einigen Teams erging es wie verschiedenen Formel 1 Piloten beim letzten Großen Preis in Belgien, sie landeten im Kiesbett, sprich rechts und links vom Weg in der Botanik. Doch mit gemeinschaftlicher Kraftanstrengung kamen alle an der Wupper an.
Nach einer kurzen Einweisung durch einen Kanuguide wurde es dann ernst und wir stachen in die Wupper.
Die ersten Paddelschläge dienten noch der Feinabstimmung innerhalb der Bootsbesatzung, aber bereits nach kurzer Zeit funktionierte das stetige Vorwärtsgleiten auf dem Wasser.
An beiden Uferseiten begleiteten uns die malerischen Steilhänge des Wupper-Tals und in  der Wupper lauerten die hässlichen, großen Steine, die es zu umschiffen galt.
An einer einsamen Kiesbank angelangt, gab es eine Pause. Diese wurde genutzt, um sich mit einem kleinen Snack und einem Getränk zu stärken.
Anschließend Einstieg in die Boote und auf zu neuen Taten, schließlich musste noch ein altes Wehr überfahren werden. Auf einer Strecke, die ziemlich nah am linken Ufer befahren werden sollte und Zweige der überhängenden Bäume übers Wasser ragten, erwischte es Boot Nr. 13 und die Besatzung bekam eine wasserreiche Erfrischung. Nach dieser spannenden Erfahrung war das Wehr nur noch ein Kinderspiel und wir gelangten kurze Zeit später zum Ausstieg am Wanderparkplatz vor dem Brückenpark in Müngsten. Die Boote aus dem Wasser getragen, Paddel, Schwimmwesten und Säcke an die vorgesehenen Plätze geräumt, ein Tschüss für unsere Mitpaddler und die Guides und unsere Kanutour war nach 9,5 km beendet.
Im Anschluss besuchten wir den Brückenpark in Müngsten. Als erstes wurde sich mit Pommes Köln, natürlich rot-weiß gestärkt und die Umgebung erkundet. Dabei entdeckten einige Akros einen Stand, der mit der Spezialität „Herzwaffel am Stiel“ die Herzen der Girls und unseres Boys im Sturm eroberte. Die ein oder andere musste reiflich überlegen, mit welcher köstlichen Zutat sie ihre Waffel veredelt haben wollte. Scherze, wie „du stehst oben auf den Schultern, also verkneif dir die Nutella“ oder „ich brauch die Kraft der Haselnuss“ machten dort die Runde. 
Vor Deutschlands höchster Eisenbahnbrücke (107 Metern über Grund), eine international bekannte Sehenswürdigkeit bauten die Akrogirls noch 3 Pyramiden für Fotoaufnahmen auf.
Die Müngstener Brücke hat eine Länge von 465 Metern . Dieses filigrane Metallbauwerk ist länger als der Eiffelturm hoch und wird deshalb auch liebevoll der liegende Eiffelturm genannt. So manches Akrogirl sah erstaunt nach oben, wenn eine Bahn im Schritttempo über die Brücke fuhr. Von unserem Standort aus, sah die Bahn wie ein Märklinspielzeug aus.
Ein weiterer Reiz im Brückenpark war das Müngstener Rätsel. Es sind große metallene Bodenplatten, auf denen die Rätsel geschrieben sind.
Ein Beispiel:

„Sie sitzt dir im Nacken. Sie lässt dich schwitzen. Sie kann dich lähmen. Aber sie verleiht dir auch Flügel.“

Na, erraten?

Die Akros hatten es auf Anhieb erkannt, sie ließen es sich aber nicht nehmen, sich auf die Bodenplatte mit mehren Personen zu stellen (alleine geht’s nicht) und die Frage plus Antwort von einer sonoren Stimme aus der Platte anzuhören. Freudenjubel, weil man die Antwort ja im Vorfeld bereits richtig erkannt hatte.

Fröhlich ging es danach auch zurück zum Parkplatz. Nach liebevoller Verabschiedung setzte man sich in die Autos und fuhr Richtung Worringen.

Vielen Dank an die freiwilligen Eltern, und Mareike, die uns sicher und gut gefahren haben und ein riesiges Lob an Gabriele Ney für ihre hervorragende Mitarbeit bei der Planung und Organisation dieser Tour.

Text:  Brigitte Majowski
Fotos: Harald und Gabriele Ney
          Gudrun Nimmesgern
 

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